Statement

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Die Wahrheit einer Form kann nicht mit der Darstellung der Oberfläche enden. Die Komposition des menschlichen Körpers in dessen Umgebung war und ist der Antrieb dem ich seit Jahren Aufmerksamkeit widme. Durch die Überlagerung von Schichten von Schärfe und Unschärfe bietet sich dem Betrachter die Möglichkeit nach seiner eigenen Wahrheit zu suchen.

Auch die Zeit nagt an der Erscheinung und bildet fortwährend sich überlagernde Ebenen. Dabei ist Vergessen ein Prozess dessen Dasein von uns weg, hin zu Idealbildern führt und damit auf die eigene Identität einen zerstörerischen Einfluss hat, somit unsere weitere Entwicklung abtötet.
Meine Arbeiten erörtern die Frage nach dem Bild, welches wir im ständigen Kanon zu unseren Idealbildern abgleichen und deren Identität wir somit folgen.

Unsere Umgebung, die Menschen, die uns umgeben, mit denen wir tagtäglichen Umgang pflegen, überführen uns, bezogen auf jeweiligen Kontext, von dem einen Ich zu einem Anderen. Diesem Verhalten finden wir uns ausgeliefert, ob wir nun wollen oder nicht.

So wie wir uns je nach Gegebenheit eine andere Maske aufsetzen, irregeführt dadurch interessanter oder wichtiger erscheinen. Manchmal funktioniert diese Maske so gut, dass die darunter schlummernde Persönlichkeit durch Gefühle, Zweifel und Ängste dazu im unmittelbaren Widerspruch verdeckt und zu einer Nebensache deklariert wird.

Ich möchte mit meinen Arbeiten dem Betrachter meine Sicht auf die Welt überstülpen, nicht mit Gewalt, vielmehr mit der Freiheit durch die Betrachtung die eigene Maske herunterreißen zu können.

 

Jede Linie, jeder Strich erzählt eine Geschichte, solange bis sie endet und ich hoffe, die Geschichte endet nie.